Position im Vertriebsmarkt deutlich ausgebaut

Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern gestärkt

Erfolgreiche Bündelung des Upstream-Geschäfts

Der Bayerngas-Konzern hat seine Position im Vertriebsmarkt deutlich ausgebaut. Der Konzerngasabsatz stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr (98,4 Terawattstunden) um rund 25 Prozent auf 122,5 TWh. Im reinen Vertriebsgeschäft mit Industrieunternehmen, Stadtwerken und Weiterverteilern hat die Bayerngas Energy GmbH um rund 30 Prozent zugelegt, wobei das Wachstum alle Kundensegmente betrifft. Auch bei der Vermarktung von Dienstleistungen konnte eine leichte Steigerung von vier Prozent verzeichnet werden.

Ein vertrieblicher Schwerpunkt lag 2017 in der Belieferung von langjährigen Bestandskunden aus dem Industriebereich an deren nichtdeutschen Standorten. In diesem Markt-Segment steigerte der Vertrieb seinen Absatz um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier zahlt sich die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus, die für zusätzliche Flexibilität und Schnelligkeit noch weiter ausgebaut wird.

Als Geschäftsbereich mit traditionell enger Margensituation konnten diese Steigerungen im Vertriebsbereich die negativen Einflüsse für das Geschäftsjahr 2017 aus Sondereffekten in der Gasbewirtschaftung und aus dem defizitären Speichergeschäft nicht ausgleichen. Für die kommenden Jahre plant der Bayerngas-Konzern aber, noch weitere vertriebliche Potenziale zu realisieren.

Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern soll ausgebaut werden

Lösungsplattform für Energie Bayerngas = persönliche Betreuung x (physische Lieferungen + Dienstleistungen + Wissenstransfer)

„Flexibilität entsteht auch dadurch, dass wir zusätzlich Partnerlösungen in unser Leistungsspektrum integrieren. Mit diesem erweiterten Plattformgedanken erhöhen wir den Kundennutzen und optimieren die Ressourcen", sagt Günter Bauer, Geschäftsführer von Bayerngas GmbH. Die Bayerngas bleibt dabei nach Bauer ihrem Kerngeschäft treu: „Wir sind stark bei auf Großkunden zugeschnittenen Produkten und bei der persönlichen Kundenbetreuung. Des Weiteren verfügen wir über einen exzellenten Zugang zum europäischen Gasmarkt - über den reinen Handelsmarkt hinaus. Das sind Kopplungspunkte, an die Kooperationspartner andocken."

Veränderungen bei den Kunden begleiten

Dr. Thomas Rupprich, Geschäftsführer der Bayerngas Energy GmbH, führt dazu aus: „Unser Zugang zum europäischen Beschaffungsmarkt ist die gewachsene Basis für unsere Funktion des Market Makers. Damit sind wir in der Lage Liquidität zu schaffen und Produkte und Preise selbst für Zeiträume zu stellen, die so im Handelsmarkt nicht angeboten werden. Das schafft Flexibilität, woraus letztlich Sicherheit für unsere Kunden entsteht. Unsere Weiterverteiler-, Industrie- und Stadtwerkekunden können sich damit voll auf die Veränderungen ihrer eigenen Märkte konzentrieren."

Starker Partner im Upstream-Geschäft

Im Dezember 2017 haben die Bayerngas, Stadtwerke München (SWM) und das britische Versorgungsunternehmen Centrica ihr Upstream-Geschäft in der Spirit Energy Limited mit Sitz im Großraum London zusammengelegt. Die Beteiligung der SWM und der Bayerngas GmbH an Spirit Energy erfolgt über die ebenfalls neugegründete SWM Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft mbH, München, die einen Anteil von 31,0 Prozent an Spirit Energy Ltd hält. Bayerngas hält an der SWM Bayerische E&P Beteiligungsgesellschaft mbH  19,9% und damit mittelbar 6,2 Prozent an der Spirit Energy Ltd. Die neu gegründete Spirit Energy Ltd. liefert durch eine höhere Anzahl an produzierenden Feldern einen stabilen Cashflow.

Weitere Kennzahlen

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr vor allem mengen- und preisgetrieben um 639,6 Millionen Euro auf 2.843,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2.204,1 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr um 2,1 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2017 weist der Bayerngas-Konzern einen Jahresverlust von 9,1 Mio. Euro aus (Vorjahr: minus 119,6 Mio. Euro), der insbesondere aus dem negativen Jahresergebnis des Speichergeschäfts aber auch aus negativen Effekten bei der Gasbewirtschaftung resultiert. Die Eigenkapitalquote beträgt bezogen auf das wirtschaftliche Eigenkapital rund 37,9 Prozent (Vorjahr: 30,1 Prozent).

Für 2018 erwartet der Bayerngas-Konzern eine weitere Steigerung im Vertrieb sowie eine leichte Entspannung der Margensituation im Großkundengeschäft.