Bayerngas gründet Repräsentanz in Norwegen

Upstream-Engagement als Teil der Diversifikationsstrategie

München/21. März 2006. Die Bayerngas GmbH hat eine rechtlich eigenständige Repräsentanz in Norwegen eröffnet. Sitz der Bayerngas Norge AS ist Oslo. Mit der Gründung des Unternehmens strebt Bayerngas die Qualifikation zum Erwerb eines Erdgasfeldes oder einer Produktionsgesellschaft an.
Bayerngas verfolgt mit ihrem Norwegen-Engagement das Ziel, ihre Position innerhalb der Wertschöpfungskette Gas weiter auszubauen. Als kommunale Gas-Beschaffungsgesellschaft vertritt das Unternehmen dabei die Interessen ihrer Kunden und insbesondere ihrer Gesellschafter, den Stadtwerken Augsburg, Ingolstadt, Landshut, München, Regensburg und Ulm/Neu-Ulm sowie der TIGAS-Erdgas Tirol.
Der Wettbewerb um sichere Bezugsmengen zu wettbewerbsfähigen Preisen gewinnt weltweit an Schärfe. Um die Konditionen für ihre Gesellschafter und Kunden optimieren zu können, setzt Bayerngas deshalb auf eine diversifizierte Beschaffung im Rahmen ihres Portfoliomanagements. Das Norwegen-Engagement ist Teil dieser langfristig ausgerichteten Beschaffungsstrategie, zu der auch Verträge mit Produzenten und Importeuren sowie Tradinggeschäfte gehören. „Mit der Gründung der Bayerngas Norge AS wollen wir die Chancen wahren, die sich mit der Liberalisierung des europäischen Beschaffungsmarktes eröffnen. Da der Prozess hin zu einem Felderwerb oder einer Feldbeteiligung mit erheblicher Vorlaufzeit verbunden ist, muss der Aufbau einer Firma mit qualifiziertem Personal frühzeitig erfolgen. Parallel zum Qualifikationsverfahren suchen wir den Kontakt zu entsprechenden Marktpartnern", so Gerd Obermeier, Leiter Handel bei Bayerngas.
Der von Bayerngas vollzogene Schritt Richtung Gasquellen zeigt das Potenzial einer Beschaffungs-Kooperation.
„Wir gehen upstream, weil die Wertschöpfungkette Gas erkennbar immer weiter upstream wandert. In diesem Kontext werden auch die Vorteile einer Beschaffungskooperation ersichtlich: Für einzelne Stadtwerke und Regionalgesellschaften wäre eine vergleichbare Unternehmung nicht realisierbar. Nur über eine Bündelung von Gasmengen lassen sich die notwendigen kritischen Mengen generieren, mit der das Ziel Upstream-Beteiligung sinnvoll wird.
Darüber hinaus sind die absehbaren Investitionskosten und -risiken nur innerhalb einer Partnerschaft tragbar", sagt Dr. Ulrich Mössner, Geschäftsführer der Bayerngas.
Um Marktchancen zu nutzen und auch zukünftig die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, sind beträchtliche Investitionen in Infrastruktur und Know-how seitens der Gaswirtschaft erforderlich.

Ansprechpartner

Dirk Barz
Bayerngas GmbH
Poccistraße 9
80336 München
Tel. 089 7200 339