KKW-Abschaltung: Die Lichter gehen nicht aus und die Diskussion wird wieder zu kurz geführt

Bayerngas bemängelt Panikmache und befürchtet eine erneute Schieflage bei der absehbaren Revision des Energiekonzepts

„Sollten die jetzt aufgrund des Moratoriums abgeschalteten Kernkraftwerke dauerhaft vom Stromnetz bleiben, werden die Lichter selbst in Süddeutschland nicht ausgehen. Durch eine höhere Auslastung allein der bestehenden Gaskraftwerke kann kurzfristig die Stromerzeugung von fünf Kernkraftwerken mit je 1.000 MW in Deutschland kompensiert werden. Dies ist grundsätzlich auch das Ergebnis des Gutachtens der Universität Flensburg, das am 27. April vorgestellt wurde. Besorgniserregend ist, dass es bei der gegenwärtigen Debatte wieder in die falsche Richtung geht. Gas wird erneut aus dem falschen Blickwinkel betrachtet", sagt Marc Hall, Geschäftsführer der Bayerngas GmbH. „Es wird über einen zu forcierenden Stromnetzausbau und über die Anbindung des deutschen Stromnetzes an große Stromspeichermöglichkeiten in Norwegen gesprochen und Gas findet maximal Erwähnung im Kontext von Großkraftwerken. Das Thema effizienter Umbau hin zu einer CO2- neutralen Energieversorgung mit dezentraler Stromwärmekopplung unter Ausnutzung der bestehenden, leistungsfähigen Gasinfrastruktur wird erneut ausgeblendet", so Hall weiter. „Statt über norwegische Stromspeicher und neue Leitungstrassen zu sprechen, sollten die Potenziale von Gaspipelines und Untertagespeicher in der Diskussion berücksichtigt werden. Gas kann Strom in Deutschland speichern. Es ist sowohl Partner der Erneuerbaren als auch Systempartner, um die volatile Erzeugung von Ökostrom zu managen. Der heißdiskutierte Netzausbau ließe sich entschärfen, nähere sich die Politik mit einer gesamtenergetischen Betrachtung von der richtigen Seite", sagt Hall.

Die Gaswirtschaft hat mit dem DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. eine Lösung aufgezeigt, die über die magische Zahl 2050 hinausgeht. Die Gasinfrastruktur ist selbst danach für Erneuerbare nutzbar und Methan kann über Elektrolyse aus Wind gewonnen werden. Gas kann nahezu CO2-neutral sein.

Bayerngas erhofft sich von der folgenden politischen Debatte ein Blick über den Stromtellerrand hinaus. Nur unter Einbeziehung des Strom-, Wärme- und Transportsektors kann der energetische Umbau in Deutschland erfolgreich angegangen werden.

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