Internationale Gas Union verabschiedet Deklaration in München

In München kamen 33 hochrangige Vertreter der Gasindustrie aus 17 Ländern zusammen und berieten über die Positionierung von Erdgas

Der Nutzen des Energieträgers Gas für eine kohlenstoffarme Wirtschaft muss offensichtlicher werden

Am 13. Mai kamen in München 33 hochrangige Vertreter der Gasindustrie aus 17 Ländern zusammen, um über das Image von Erdgas zu diskutieren und die vorhandenen starken Argumente für Gas in einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zusammenzutragen.

Ausgerichtet wurde das Treffen von der Internationalen Gas Union (IGU), die derzeit unter malaiischer Präsidentschaft (Triennium 2009- 2012) steht. Die Organisation lag bei der Bayerngas GmbH, München. Der Geschäftsführer der Bayerngas, Marc Hall, ist Vorsitzender des Marketing Komitees der IGU.

Eine der wichtigsten Initiativen der IGU unter Führung des malaiischen Präsidenten, Datuk Rahim Hashim, ist, ein stärkeres Bewusstsein für den Nutzen des Energieträgers Gas zu schaffen.

Datuk Rahim Hashim wies in München darauf hin, dass der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft weiter verbessert werden müsse, um Gas als Teil der Lösung bei einer umweltschonenden und nachhaltigen Energiezukunft zu positionieren.

„Erdgas ist vor allem in Anbetracht der finanziellen Lage öffentlicher Haushalte eine verfügbare Lösung, die die beiden Pole Klimawandel und Energiesicherheit verbindet", so Datuk Rahim Hashim.

Zwei weitere Initiativen dieser Art werden in Europa derzeit von Eurogas und dem European Gas Advocacy Forum (Group of 8) vorangetrieben. Das Meeting in München hat dazu gedient, die verschiedenen Initiativen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Die Teilnehmer einigten sich hierbei auf folgende Erklärung:

Munich Declaration

Erdgas muss effektiver und inhaltlich konsistenter positioniert werden, um die Vorteile des Energieträgers für eine kohlenstoffarme Wirtschaft deutlicher zu machen.

Die wichtigsten Herausforderungen für Erdgas sind:

  • Fehlende Kenntnisse über Erdgas auf Seiten der Medien und der Öffentlichkeit.
  • Wahrnehmung, dass Erdgas undifferenziert ebenso als fossiler Brennstoff gesehen wird wie Kohle und Öl.
  • Geopolitische Einflüsse auf das Gasgeschäft (Ukraine Krise).
  • Vorbehalte von Seiten der Umweltverbände, sich für einen stärkeren Gasverbrauch, der über eine Übergangsphase hinausgeht, auszusprechen.

Die Chancen von Erdgas sind aber auch vielfältig:

  • Kohle durch Erdgas im Energiemix ersetzen: Die einfachste und kosteneffizienteste Möglichkeit, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Damit ließe sich auch die Wettbewerbsfähigkeit und der Wohlstand der Gesellschaft erhalten. Die weltweite Versorgungssicherheit mit Erdgas ist aufgrund erhöhter Ausweisung von Ressourcen und Förderung von unkonventionellem Gas gestiegen.
  • Der Fokus auf Klimapolitik und Energiesicherheit könnte Erdgas attraktiver machen.
  • Die zunehmende Bedeutung erneuerbarer Energien wird eine verlässliche Komplementär-Energiequelle unabdingbar machen. Erdgas ist der perfekte Partner, da flexibel einsetz- und speicherbar.
  • Mit der Produktion von Biogas und anderen erneuerbaren Gasen (Synthesegas), die die bestehende Gasinfrastruktur nutzen können, kann Gas als „grüne" Energie definiert werden.
  • Neue Partnerschaften mit sozialen Gruppen und Umweltgruppen sollen sondiert werden.

Die folgenden Schlüsselbotschaften müssen von der Gasindustrie hervorgehoben werden:

  • Erdgas ist sauber. Die Verbrennung setzt weder Schwefel noch Feststoffabfälle frei. Es werden weniger Stickstoffe als bei Kohle und 50 % weniger CO2 produziert. Der Nutzen für die Umwelt kann sofort realisiert werden.
  • Erdgas ist ausreichend verfügbar. Das Verhältnis von Reserven zu Produktion ist von 60 auf 250 Jahre durch die Hinzunahme unkonventionellen Erdgases angestiegen. Darüber hinaus wird die Produktion von Biogas und synthetischem Gas, die erneuerbare Energien sind, stetig wachsen.
  • Erdgas ist jetzt verfügbar. Es ist leicht zugänglich aus einer Vielzahl von Quellen über Pipelines und LNG. Es kann auch dezentral genutzt werden.
  • Erdgas ist mehr als ein herkömmlicher fossiler Brennstoff. Als Primärenergie ist es vielseitig einsetzbar, hocheffizient und kann ohne Energieumwandlungsverluste in Wärme und Strom umgewandelt werden.
  • Erdgas ist sicher. Der Erdgassektor hat die beste Sicherheitsbilanz in der Industrie.
  • Erdgas ist effizient, kostengünstig und verlässlich. Moderne Gaskraftwerke sind um 40 % effizienter als Kohlekraftwerke. Die Nachfrage nach Strom aus Gaskraftwerken nimmt aufgrund seiner Verfügbarkeit, preislichen Wettbewerbsfähigkeit und erwiesenen Verlässlichkeit zu. Außerdem ist Erdgas die beste Reservekapazität für Wind und trägt dazu bei, die CO2 Ziele zu erreichen.
  • Erdgas ist vielseitig. Erdgas kann als flexibler Partner in der Stromerzeugung für erneuerbare Energien wie Wind und Solar eingesetzt werden. Erdgas macht Erneuerbare möglich.
  • Erdgas hat sich bewährt. Der Einsatz und die Kosten basieren auf vorhandene, bewährte Technologien, nicht nur auf Hoffnungen auf künftige Fortschritte oder Durchbrüche (wie für „clean coal", „small scale nuclear fusion").
  • Erdgas braucht keine Subventionen. Im Gegensatz zu stark subventionierten erneuerbaren Energien und Technologien können Länder ihre Emissionen kostengünstig reduzieren.
  • Erdgas schafft Arbeitsplätze und Wachstum. Erdgas kann eine Schlüsselrolle bei nachhaltigem Wirtschaftswachstum spielen.
  • Erdgas schafft Synergien. Kooperationen sind die Grundlage für Geschäftsbeziehungen in der Gaswirtschaft, gerade wenn in Großprojekten mehrere Partner beteiligt sind. Die Gasindustrie fördert außerdem gute Beziehungen zwischen Ländern. Außerdem findet Erdgas Konsens in der Gesellschaft.

Die Internationale Gas Union (IGU)

wurde 1931 gegründet und ist eine weltweite non-Profit Organisation, die den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt der Gasindustrie fördert. Der Verband hat mehr als 100 Mitglieder in 73 Ländern auf allen Kontinenten und steht für 95% des Weltgasmarktes. Die Mitglieder sind nationale Verbände und Vereinigungen der Gasindustrie. Der Verband sieht sich als einflussreichste, effektivste und unabhängige non-Profit Organisation und als Sprachrohr für die weltweite Gasindustrie. Die IGU richtet alle drei Jahre die Weltgaskonferenz (WGC) aus. Die nächste findet in Kuala Lumpur, Malaysia, im Juni 2012 statt.
Die IGU setzt ihren Fokus verstärkt auf Geopolitik und Energiestrategie und berücksichtigt dadurch, dass Erdgas einen wichtigen Beitrag dazu leistet, das weltweite Bedürfnis nach einer umweltfreundlichen Energieressource zu decken. Die Arbeitsorganisation der IGU umfasst alle Bereiche der Gasindustrie von Exploration, Produktion, Speicher, LNG, Distribution und Erdgasverwendung in allen Segmenten.
www.igu.org

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Ansprechpartner:

Erik Gonder
Secretariat of the International Gas Union
Senior Advisor & Press Contact
+47 22 53 43 45
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Pressesprecher
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Tel.: + 49 (0)89. 7200 339

Über Bayerngas GmbH, München

sind SWM Services GmbH, Stadtwerke Augsburg Energie GmbH, REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co. KG, TIGAS – Erdgas Tirol GmbH, SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Stadtwerke Landshut, Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH und Ingolstädter Kommunalbetriebe AöR. 2010 verkaufte Bayerngas rund 69 Milliarden Kilowattstunden Gas. Bayerngas verfügt über einen eigenen Erdgasspeicher und ist mit ihren Beteiligungen bayernets GmbH (eigenständige Netzgesellschaft), Bayerngas Norge AS (Gasfördergeschäft), Bayerngas Energy Trading GmbH (Gas-Trading und Portfoliomanagement), novogate GmbH (Gasvertrieb & Beratung) und bayernSERVICES GmbH (technische Dienstleistungen) national und international tätig. bayernets ist an NetConnect Germany GmbH & Co. KG (NCG) beteiligt. NCG ist das größte deutsche Marktgebiet für Erdgas und reicht von den Alpen bis zur Nordsee.

www.bayerngas.de