München/30. März 2011
Bayerngas GmbH, München, hat im Geschäftsjahr 2010 rund 69 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Gas an Stadtwerke, regionale Weiterverteiler und Industriekunden verkauft und sich somit in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Der Absatz 2010 liegt nur leicht unterhalb der Rekordabsatzmarke von 70 Mrd. kWh vom Vorjahr. In allen Kundengruppen hat sich der Wettbewerb erheblich verschärft.
Für das aus Unternehmenssicht positive Absatzergebnis gibt es laut Marc Hall, Geschäftsführer von Bayerngas, zwei Gründe: „Wir sind 2010 weiter den Marktanforderungen unserer Gesellschafterkunden gefolgt und haben mit den Kunden ein Beschaffungssystem auf Basis eines gemeinsamen Tranchen-Modells entwickelt. Unsere Stadtwerkekunden können jetzt bezugsseitig auf Marktveränderungen schneller reagieren - ohne, dass ihre Risiken damit linear steigen.“ Der Absatz an die städtischen Gesellschafterkunden betrug 2010 rund 28 Mrd. kWh und lag damit leicht unter dem des Vorjahres (ca. 30 Mrd. kWh).
Zweitens wurde die 2009 eingeleitete Positionierung der Bayerngas in neuen regionalen Märkten konsequent fortgeführt. „Wir haben im vergangenen Jahr mit Wien und Berlin zwei neue Vertriebsstandorte für Industriekunden eröffnet“, erinnert Hall. Vor 2009 wurden die Industriekunden von Bayerngas ausschließlich vom Standort München, seit 2009 zusätzlich vom Standort Düsseldorf betreut. „Die Neukundenakquise verlief insgesamt sehr erfolgreich. Wir haben unseren Absatz an Industriekunden um 50 Prozent auf gut 16 Mrd. kWh gesteigert. Auch über den Standort Wien wurden bereits im vierten Quartal 2010 erste Kunden gewonnen“, so Hall weiter.
Für Ulrich Mayr, Bereichsleiter Markt & Kunde bei Bayerngas, gibt der eingeschlagene Weg die Richtung für die Zukunft vor: „Die deutlich intensivierte Kundenbetreuung bzw. Zusammenarbeit mit den Kunden und die in vielen Fällen gemeinsam erarbeiteten Liefer- und Beschaffungskonzepte sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren von Bayerngas. Hier knüpfen wir für unsere weitere Arbeit an, genauso wie wir daran weiterarbeiten, unsere Position in den neuen Märkten mit diesen Argumenten zu festigen.“
Dass Bayerngas hart im Wettbewerb steht, verdeutlicht der Absatzrückgang von rund 25 Prozent auf rund 14 Mrd. kWh bei den regionalen Weiterverteilerkunden. Mayr macht für diese Entwicklung die hohe Liquidität auf den Gas-Beschaffungsmärkten und den Trend zum Aufbau eines Lieferantenpools verantwortlich. „Das Überangebot bei Erdgas führt zu uneinheitlichen Preisen auf den Gasmärkten. Zudem diversifizieren die Unternehmen ihre Gas-Beschaffung. In jedem Zeitfenster der Anbieter mit den tiefsten Preisen zu minimalen Risiken zu sein, ist in wettbewerblichen Strukturen ausgeschlossen“, so Mayr. Nach Auffassung von Mayr wird das Thema Risiko aber zukünftig an Gewicht gewinnen. Bayerngas sieht sich als Partner der Kunden für die Optimierung des Spannungsfeldes Marktchancen und Risikominimierung. Unsere aktuellsten Fort- und Ausbildungen bzw. Zusatzqualifikationen für Beschaffungsverantwortliche werden für unsere Partner bei der steigenden Komplexität immer wichtiger“, sagt Mayr.
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Dirk Barz
Pressesprecher
Bayerngas GmbH
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