München/3. Dezember 2010
Das norwegische Explorations- & Produktionsunternehmen Bayerngas Norge AS, Oslo, fördert mit der heutigen Inbetriebnahme des Gasfeldes Vega South erstmals eigenes Gas. Marc Hall, Geschäftsführer der Bayerngas GmbH in München und Chairman of the Board von Bayerngas Norge: „Wir sind on stream, was bedeutet, dass kommunale Unternehmen im Gasproduktionsgeschäft angekommen sind.“
Die kommunale Gas-Beschaffungsplattform Bayerngas hatte Bayerngas Norge erst 2006 gegründet. Ziel war es, sich selbst und ihren Gesellschaftern, kommunalen Stadtwerken in Südbayern und des regionalen Gasunternehmens TIGAS-Erdgas Tirol GmbH, den direkten Zugang zu Gasquellen zu sichern. 2007 beteiligten sich die Bayerngas- Gesellschafter Stadtwerke München GmbH und TIGAS, Innsbruck, direkt an der Bayerngas Norge. Im selben Jahr stieß auch die Swissgas AG, Zürich, zum Gesellschafterkreis des norwegischen Unternehmens hinzu. 2010 wurde der Gesellschafterkreis mit der SWM Gasbeteiligungs GmbH abermals erweitert. Die Bayerngas Norge hat damit sowohl einen gasfachlich kompetenten als auch finanziell soliden Gesellschafterkreis, was beides für den Erfolg im Gasfördergeschäft (Upstream-Geschäft) wichtig ist.
„Innerhalb von viereinhalb Jahren hat Bayerngas Norge ein Portfolio von 44 Gasförderlizenzen in Norwegen, Dänemark und Großbritannien aufgebaut und die Produktion eigenen Gases herbeigeführt. Das ist für solch ein anspruchsvolles Geschäft beachtlich. Zumal Bayerngas Norge sich nicht in eine bestehende Gasproduktion eingekauft, sondern die Feldesentwicklung von Vega South zusammen mit den Lizenzpartnern selbst in die Hand genommen hat. Von der Screening- bis zur Produktionsphase - wir sind auf allen Wertschöpfungsstufen im Upstream-Geschäft tätig“, so Hall. Arne Westeng, Geschäftsführer der Bayerngas Norge, ergänzt: “Die Strategie der Bayerngas Norge ist, über die Beteiligung an mehreren Feldesentwicklungen die Risiken auszubalancieren. Vega South ist das erste Feld, das in Produktion geht. In 2015 werden es nach heutiger Planung acht produzierende Felder sein.”
Die Beteiligung am Gasfeld Vega South war die erste Investition, die Bayerngas Norge getätigt hatte. Nur wenige Monate nach der Gründung und dem ersten Kompetenzaufbau hatte das Unternehmen 25 Prozent der Lizenz PL090C mit dem nachgewiesenen Fund gekauft. Die Partner in der Lizenz sind Statoil Petroleum AS (45 Prozent, Operator), GDF SUEZ E&P Norge AS (15 Prozent) und Idemitsu Petroleum Norge AS (15 Prozent).
Vega South liegt im Block 35/11 in der nördlichen Nordsee rund 80 Kilometer vor der norwegischen Küste nordwestlich von Bergen. Die Wassertiefe beträgt ca. 370 Meter. Das Reservoir mit Gas, Kondensat und Öl befindet sich in einer Tiefe von 3.276 Metern. Die Dicke der Kohlenstoff führenden Gesteinsschicht beträgt annähernd 230 Meter. Der Anteil der Bayerngas Norge an den förderbaren Reserven beträgt 2,6 Mrd. Kubikmeter Gasäquivalent (rund 28 Mrd. kWh). Die Gasmenge entspricht dem Jahresverbrauch von rund einer Million Einfamilienhäusern. Der Produktionshorizont von Vega South reicht bis 2022.
Vega South ist Teil des Vega-Projektes mit den weiteren Gasfeldern Vega Central und Vega North. Die Distanz zwischen den Feldern beträgt rund 10 Kilometer. Vega South wird über ein Unterwassertemplate mit zwei Produktionsbohrungen erschlossen. Die Produktion erfolgt über die benachbarte Gjøa-Plattform. Um die drei Gasfelder mit Gjøa zu verbinden, wurde eine 50 Kilometer lange Pipeline verlegt. Das geförderte Gas wird über die Gjøa- und FLAGS-Pipeline nach St. Fergus in Schottland transportiert. Das Öl wird über die Troll-Ölpipeline nach Mongstad in Norwegen transportiert.
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Dirk Barz
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